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BTHG - Hilfebedarfsverfahren mit ICF

Hilfeorientierung und -nachweis in der Eingliederungshilfe

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Mit dem Ende 2016 in Kraft getretenen Bundesteilhabegesetz (BTHG) gehen umfangreiche Änderungen im Recht der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen einher.

Die Trennung zwischen ambulanten, teilstationären und stationären Wohnformen wird aufgegeben. Wirkungsziel ist es, dass Mensch mit Behinderung, ausgerichtet an ihren individuellen Bedarfen, am Leben in der Gemeinschaft teilhaben können.

BTHG Behindertenbegriff

Die dazu erforderlichen Hilfen sind zukünftig ganzheitlich und personenzentriert anhand der ICF-Kriterien (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) zu ermittelt.

Das BTHG Portal unterstützt den Umgang mit der ICF-Klassifikation der Aktivitäten und Partizipation (Teilhabe) bei der Erfassung, regelmäßigen Begutachtung, Verlaufsdokumentation und wirkungsorientierten Abrechnung.

Dafür werden wie bisher regelmäßig Hilfebedarfs-Ermittlungsverfahren durchgeführt. Diese Verfahren dienen der gemeinsamen Beurteilung des individuellen Status und der Entwicklung zur Verständigungen, zwischen den Menschen mit Behinderung, den Verantwortlichen der leistungserbringenden Organisation, den gesetzlichen Betreuern und den Vertretern der Kos-tenträger, auf bedarfsgerechte Assistent- und Hilfeangebote.

Die ICF-Klassifikation beinhaltet zur Teilhabe über 380 Kriterien, die in folgende neun Kapiteln gegliedert sind:

  1. Lernen und Wissensanwendung
  2. Allgemeine Aufgaben und Anforderungen
  3. Kommunikation
  4. Mobilität
  5. Selbstversorgung
  6. Häusliches Leben
  7. Interpersonelle Interaktionen und Beziehungen
  8. Bedeutende Lebensbereiche
  9. Gemeinschafts-, soziales und staatsbürgerliches Leben

Die ausgewählten Klassifikationen werden in personenspezifischen Hilfeplanungen gebündelt, die den Rahmen für die regelmäßigen Beurteilungen bilden. Bei jeder Beurteilung können zu allen oder ausgewählten Klassifikationen die Leistung (Fähigkeit mit Assistenz / Hilfsmittel) und die Leistungsfähigkeit (Fähigkeit ohne Assistent / Hilfsmittel) numerisch kodiert werden. Zusätzlich können verbale Erläuterungen (Stichworte) zur Beschreibung des Iststand der Leistung, Leistungsfähigkeit oder Assistenz / Hilfsmittel sowie bei Bedarf, dazu gehörende Maßnahmen strukturiert erfasst werden. Auswertungen sind in Form von Berichten über einzelne oder alle Beurteilungen, Maßnahmelisten und -verwaltungen, diverse Statistiken und visualisierte Verlaufsdarstellungen, am Bildschirm oder als Ausdruck möglich. Ausgewählte Zusammenfassungen können auch nach Excel exportiert und in andere Anwendungen übernommen werden.